(Lokale Piloting-Workshops in Berlin)
Wir freuen uns, die Ergebnisse unserer jüngsten lokalen Piloting-Workshops in Berlin im Rahmen des Projekts Empowering Creative Minds zu teilen. Im März, April und Mai 2026 versammelten sich drei verschiedene Gruppen von Künstlern und Kreativen, um die „Landschaften des Selbst“ zu erkunden und Kunst als Brücke zu nutzen, um persönliche Geschichte, Resilienz und Heilung zu verarbeiten.
Vom zarten Schichten von Papier bis zur somatischen Freisetzung des Steinbrechens boten diese Workshops sichere Räume für Migranten und marginalisierte Gemeinschaften, um die fragmentierte Natur von Trauma in bedeutungsvollen Ausdruck zu verwandeln.
Workshop 1: TRAUM-A – Die Tiefen des Selbst
Anfang März versammelte sich eine Gruppe von Migrantinnen in Neukölln. Während viele dieser Frauen bereits mit der Malerei vertraut waren, führte dieser Workshop sie in die Methodik der Collage ein.
Warum Collage?
Collage dient als kraftvoller, niederschwelliger Zugang zur inneren Welt. Wenn Teilnehmer Bilder durchsehen, entfalten sich ihre Entscheidungen oft durch unbewusste Muster. Die fragmentierte Natur einer Collage – Papierschnipsel, gerissene Kanten und überlappende Texturen – spiegelt wunderschön wider, wie wir Trauma oft erleben oder uns daran erinnern: als Teile einer Geschichte, die wir langsam wieder zusammensetzen.
Nach einer anfänglichen Hemmschwelle wurden die Teilnehmer tief involviert. Sie gingen vom Finden einer Kernidee über die akribische Suche nach visuellen Elementen, die ihre persönlichen Geschichten von Schmerz und Trauer darstellten.
Tatsächlich lockert die Verwendung informeller, kreativer Wege, um über psychische Gesundheit zu sprechen, „den Druck“ und ermöglicht intuitiven Erfahrungsaustausch anstelle klinischer Analyse.
Der Collage-Workshop findet auch wieder vom 22. bis 24. Mai statt, mit Teilnehmern aus verschiedenen Hintergründen, die sich bei der Spore Initiative, Berlin, versammeln werden.
Workshop 2: Zerbrochene Skulptur
Im April verlagerte sich der Fokus auf ein physischeres Medium: die Geopolymer-Skulptur. Dieser Workshop brachte eine Gruppe junger Kreativer aus den Migrantengemeinschaften zusammen, um sich an einem vierphasigen Prozess der „Zerbrochenen Skulptur“ zu beteiligen.
Die Teilnehmer brachen manuell geborgenen Zement und Mauerwerk. Diese energetische und somatische Phase stellte das Zerlegen traumatischer Erfahrungen in handhabbare Komponenten dar.
Dann schufen sie „Gefäße“ für ihre neuen Formen (Formenbau), was als Metapher für das Setzen von Grenzen und die Definition des von ihnen bewohnten Raumes diente.
Unter Verwendung von umweltfreundlichem Geopolymerzement wurden die „Ruinen“ (das alte Trauma) mit Pigmenten und Bindemitteln reintegration, um etwas ganz Neues zu schaffen.
Das Endergebnis lehnte das Bedürfnis nach „Perfektion“ ab. Stattdessen wurden die Risse und Lücken als wahrheitsgemäße Darstellung des Heilungsprozesses gefeiert.
Das zweitägige Format ermöglichte eine „Inkubationszeit“, während das Material trocknete. Als die Teilnehmer zurückkamen, um ihre Arbeit zu entformen, war es ein Moment der Verletzlichkeit und Überraschung. Durch das Reinigen der Oberflächen, um das im neuen Bindemittel eingeschlossene „Aggregat“ (die Geschichte) freizulegen, konnten sie ihre transformierte Geschichte buchstäblich in ihren Händen halten.
Beide Workshops hoben die unglaubliche Resilienz der kreativen Migrantengemeinschaft in Berlin hervor. Die von unseren Organisatoren identifizierten Best Practices waren einfach und doch tiefgreifend:
Seien Sie sanft mit den Menschen. Pflegen Sie eine klare Kommunikation. Vertrauen Sie dem künstlerischen Prozess.
Indem es Räume der Fürsorge für diejenigen bietet, die normalerweise „Raum halten“ für andere, fördert das Projekt Empowering Creative Minds weiterhin Gemeinschaft und Empowerment durch die universelle Sprache der Kunst.
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